Aleks Klinec

Aleks Klinec gehört zu den ersten slowenischen Winzern, die sich dem Naturwein verschrieben haben. Kein Wunder – ist er doch in Medana in der Goriska Brda zuhause und damit im Naturwein-Epizentrum des slowenisch-italienischen Grenzlandes rund um den Collio. Abgesehen von seiner herzlichen Gastfreundschaft beeindruckt Klinec durch authentische Weine, die paradigmatisch für das Potential der Brda stehen. Sauvignon Blanc – der nach Klinec Ansicht nicht in die Gegend passt und nur aus Modegründen ausgepflanzt wurde – ist schon lange gerodet. Sein Sortiment umfasst Jakot (Tocai), Rebula, Malvazija, Sivi Pinot (Grauburgunder.   Zwei Rotweine vinifiziert Aleks Klinec:  „Quela“ besteht aus 60% Merlot, 30% Cabernet Sauvignon und 10% Cabernet Franc; in den besten Jahren wird zusätzlich noch der „Mora“ gemacht: 70% Merlot und 30% Cabernet Sauvignon aus selektionierten Trauben sind darin enthalten. Das Weingut ist ein bio-zertifizierter Betrieb, in dessen Weingärten nach Demeter-Richtlinien gearbeitet wird. Gelesen wird nur perfektes Material! Im Keller wird aufwändiges Nichtstun und Beobachten kultiviert: Nach dem Pressen vergären die Weine spontan. Die Weißen verbleiben für ca. vier Tage auf der Maische ; nur der Rebula darf fünf bis sechs Tage mazerieren. Die Rotweine liegen je nach Jahr für zwei bis drei Wochen auf der Maische. Anschließend kommen die Weißweine mit der Hefe für ein Jahr in 500 Liter-Akazienholzfässern ; die Roten dürfen ins Kirschholz . Dort machen die Weine einen spontanen biologischen Säureabbau durch. Danach wandern die Weine in große Akazienholzfässer, wo sie ein weiteres Jahr reifen. Ein drittes Jahr liegen die Weine im Stahltank, wo sich Trub und Sedimente setzen. Ungeschönt und ungefiltert werden die Weine dann mit einem Gesamt-Schwefelgehalt von 25 mg/l auf die Flaschen gebracht. Das Resultat sind äußerst finessenreiche, druckvoll-mineralische, komplexe und langlebige Weine, die vieles mit Rang und Namen in den Schatten stellen